22625 Trix Elektrotriebwage HO

Art.Nr.: 22625
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Spur: Trix H0 Epoche: III

Vorbild: Elektrotriebzug Baureihe ET 56 der Deutschen Bundesbahn (DB). Betriebszustand frühe sechziger Jahre. Einsatz: Vorortverkehr.

Modell: Epoche III. 21-polige Digital-Schnittstelle. 5-poliger schräg genuteter Motor mit Schwungmasse zentral eingebaut. Kardanantrieb auf alle 4 Achsen des Mittelwagens. Fahrgestell des Mittelwagens aus Metalldruckguss. Beleuchtung mit wartungsfreien, warmweißen Leuchtdioden, konventionell in Betrieb. Dreilicht-Spitzensignal und zwei rote Schlusslichter. Fahrtrichtungsabhängiger Lichtwechsel. Die Endwagen besitzen Schleiferumschaltung und nehmen jeweils in Fahrtrichtung vorne den Strom auf. Kurzkupplungskinematik und elektrische Verbindung zwischen den Wagen. Innenbeleuchtung 66718/66719 nachrüstbar. Hochdetailliertes Kunststoffgehäuse mit vielen angesetzten Details, wie Griffstangen, Steckdosen, Scheibenwischer, Antennen, Pfeifen und Hörner. Mehrfarbige Inneneinrichtung. An den Enden detaillierte Darstellung der Scharfenberg-Kupplung (ohne Funktion). Länge über Kupplung 919 mm.

Highlight: Komplette Neukonstruktion. Hochdetailliertes Modell. Erstmalig in H0 als Großserienmodell. Epochengerechte Gepäckraumtür als Drehtür. Alle Beleuchtungen mit wartungsfreien, warmweißen Leuchtdioden. 5-poliger schräg genuteter Motor mit Schwungmasse für seidenweiche Fahreigenschaften. Schleiferumschaltung. 21-polige Digital-Schnittstelle.

ET 56 - Eierkopf elektrisch oder neue Köpfe braucht das Land. Durch die Normalisierung des elektrischen Betriebes in den Nachkriegsjahren und die rasche elektrische Ausrüstung der Strecken in den Ballungsräumen benötigte die Deutsche Bundesbahn dringend neue elektrische Triebwagen um das Fahrgastaufkommen des "Wirtschaftswunders" zu bewältigen. Man entschloss sich die Konzeption für die erste Generation der elektrischen Nachkriegs-Triebwagen von den ebenfalls parallel neuentwickelten Dieseltriebwagen zu adaptieren. Nahezu baugleich übernommen wurde auch die charakteristische Kopfform, welche im Volksmund freundlich, etwas belächelnd, "Eierkopf" genannt, was vom Bahnpersonal allerdings weniger gern gehört wurde. Ein ET 56 besteht aus drei kurzgekuppelten Einheiten. Die Endwagen (Eta und Etb) haben an den äußeren Enden je ein Triebdrehgestell mit 2 angetriebenen Achsen, der Mittelwagen (EM) weist nur Laufdrehgestelle auf. Während der elektrische Teil lediglich eine Weiterentwicklung der bereits vor dem Krieg in den Ballungsräumen sehr bewährten Triebwagen darstellt, ist der wagenbauliche Teil eine komplette Neuentwicklung nach den Grundsätzen der Leichtbauweise. Auch hier standen die Dieseltriebzüge Pate; z. B. wurden die Tür und Platzanordnung vom VT 12 übernommen, der so wie der ET 56 vornehmlich im Nahverkehr zum Einsatz kam. Für die elektrische Ausrüstung der Triebwagen war die Firma Brown Boveri & Cie, Mannheim, verantwortlich; mit Ausnahme der Transformatoren und Fahrmotoren, die die Deutsche Bundesbahn aus Alt- und Reservebeständen rekrutierte und einbauen ließ. Auf Grund des Einsatzes im Vorortverkehr, wo eine hohe Anfahrbeschleunigung wichtiger erschien als eine hohe Höchstgeschwindigkeit, wurde die Höchstgeschwindigkeit mit 90 km/h festgesetzt. Die Deutsche Bundesbahn stellte 1952 insgesamt sieben Einheiten der Baureihe ET 56 in Dienst und konzentrierte sich auf die Entwicklung des ET 30, ein ebenfalls neuentwickelter Eierkopf. Die unterschiedlichen Lackierungsvarianten in purpurrot mit und ohne schwarzgraue "Brille" (die Anfang der siebziger Jahre entfiel), mehr oder weniger Zierlinien, aber auch das 1975 eingeführte, damals sehr kritisierte und heute schon fast klassisch geltende "ozeanblau-beige", standen der rundlichen Konstruktion sehr gut. Erst Mitte der achtziger Jahre wurden diese elektrischen Eierköpfe nach und nach verschrottet, 1986 verschwand der letzte ET 56 von den Gleisen der Deutschen Bundesbahn. Zwei Jahre später als der jüngere, modernere ET 30 - leider blieb kein einziges Fahrzeug der Nachwelt erhalten.

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